Wie war deine Situation, bevor du zur DKA gekommen bist?

Ich bin Archäologin und arbeitete gerade intensiv an einer Broschüre in einem kleinen archäologischen Unternehmen. Wegen Corona wurde mein Vertrag nicht mehr verlängert. Es war ein toller Job: abwechslungsreiche Arbeit, nette Kollegen, ein Jackpot. Ich bin dann im März dennoch glücklich in den Lockdown geschlittert und habe die Zeit auch genossen, weil ich in letzter Zeit so viel gearbeitet hatte. Ich habe dann, wie so viele, mein Familienleben genossen. Schließlich musste ich dann aktiv auf Jobsuche gehen und mich bewerben, das war eine ungewohnte Situation für mich. Bisher hatte ich immer das Glück, dass ich immer wieder von einem Job zum anderen gekommen bin. Im Gegensatz zu der unbezahlten Arbeit, die man immer hat und auch grundsätzlich gerne macht, brauche ich trotzdem eine bezahlte Arbeit, wo ich meine Kompetenzen einsetzen kann. Ich möchte auch mal mit „Verena“ oder „Frau Benedetti“ angesprochen werden, und nicht nur als „Mama“ oder „Schatzi“ (lacht).

Ich bin dann von Firma zu Firma und hab mich sogar persönlich vorgestellt. Meine AMS Beraterin hat mich sehr unterstützt und mir dann auch Kursmaßnahmen vorgeschlagen. Zuerst im Zahlenbereich, das liegt mir nicht besonders. Dann kam der Vorschlag mit der DKA im digitalen Bereich, wo ich mir bisher immer autodidakt alles angeeignet habe, und war sehr offen. Es ging mir auch um den Austausch mit anderen nach der langen sozialen Isolation. Es waren viele Themen dabei, die ich mir noch nicht bekannt waren, wo ich gern mehr erfahren wollte: Datenschutz und Datensicherheit zum Beispiel, verschiedene Plattformen, aber auch Begriffe, unter denen ich mir wenig vorstellen konnte. Ich habe mir einen besseren Zugang zur digitalen Welt erhofft, und dazu bekam ich jeden Morgen einen Kaffee oder einen Tee serviert, ohne mein Zutun – ein Luxus (lacht).

Wie war dann dein Eindruck?

Es war sehr strukturiert und zahnradtechnisch gut ausgeklügelt, ich war beeindruckt ob der Vielfalt der Thematiken, und vor allem war ich beeindruckt von dem Persönlichkeitscoaching das indirekt mit den digitalen Inhalten einherging. Jede Expertin war auch bereit ihre Unterlagen zu teilen und damit konnte ich die Inhalte viel besser aufnehmen. Es kam dadurch viel mehr zu einem Dialog. Das Thema Digitalisierung wurde sehr ausgeschöpft – natürlich könnte man auch einen 15-wöchigen Kurs dazu anbieten, weil man je nach Interessen und Thema sich natürlich noch viel mehr vertiefen könnte. Man bekam aber auch das Werkzeug und den Input dazu, wo man sich selbst weiter recherchieren konnte. Auch die Verfügbarkeit der Trainerinnen und Coaches zum Nachfragen und Austauschen war super – Ich hatte immer das Gefühl: ich werde nicht nur „bestaubzuckert“, ich kann auch später noch Informationen nachholen.

Was konntest du bisher am meisten für dich mitnehmen?

Von Gudrun Ogris zum Thema Bewerbungsmanagement habe ich erkannt, dass ich beim Thema Selbstpräsentation noch viel lernen kann. Auch der Einblick in die Hard- und Software war sehr klar und deutlich. Und ich war sehr beeindruckt von Anke Obersteiner zum Thema Datenschutz, und auch von Manuela Druml zu Big Data, da konnte ich sehr viel mitnehmen. Bei Edith Reitzl und ihrem Persönlichkeitscoaching wurden mir die Augen geöffnet für viele Dinge, an die man beim persönlichen digitalen Auftritt nicht denkt. Sigrid Fürst hat mir hat mir gezeigt, wo ich mit einem Klick Antworten auf meine Fragen finde, das waren sehr erleuchtende Momente. Sigrid Seebacher hat mir die social media Welt nähergebracht.

Überhaupt habe ich so viele Tools und Plattformen kennengelernt. Also ich konnte so einiges für mich mitnehmen. Auch mit dem Elevator Pitch bei der Auftaktveranstaltung mit Daniela Stein hab ich mich viel beschäftigt. Insgesamt habe ich mich sehr viel mit mir selbst beschäftig, und das hat mir sehr gut getan.

Was werden deine nächsten Schritte nach dieser Weiterbildung sein?

Ich habe nun eine befristete Anstellung im Landesmuseum Kärnten für eine Übersetzung. Ich freue mich schon sehr darauf, und werde mich auch da wieder mit vollem Engagement vertiefen. Ich habe mir außerdem vorgenommen, herauszufinden in welche Richtung ich weiter gehen will, es gibt den handwerklichen und den geisteswissenschaftlichen Bereich, ich kann mich für beides begeistern. Es muss einfach ein Job sein, der mich begeistert und wo das Umfeld passt. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich mich nicht selbstständig machen oder viel mit Zahlen zu tun haben will.  Handwerklich könnte ich mir vorstellen, mich in der Töpferei weiter zu entwickeln, denn ich habe gelernt, dass ein Hobby auch zur Arbeit werden kann. Ich werde jedenfalls auf die erlernten Inhalte der DKA zurückgreifen, denn ich kann sie bereits jetzt sehr gut in meinen Alltag einbinden.

Was möchtest du anderen Frauen mitgeben?

Versinkt nicht in Selbstmitleid, hört auf an euch zu zweifeln, befasst euch intensiv mit euch selbst und schaut, dass es euch gut geht. Man muss nicht sofort genau wissen, wohin man gehen will – man muss zuerst vor allem wissen, dass man will.

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