Auftraggeber

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Franz Zewell
Landesgeschäftsführer AMS Kärnten

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FBZ Kärnten
Eine Maßnahme in Auftrag und finanziert durch
das AMS Kärnten.

Was ist für Sie das Besondere am Frauenberufszentrum (FBZ) Kärnten?

„Das FBZ ist für das Arbeitsmarktservice (AMS) Kärnten ein verlässlicher Partner, der uns bei unseren Bemühungen unterstützt, Frauen neue Berufschancen zu ermöglichen. Damit Frauen am Arbeitsmarkt die gleichen Möglichkeiten haben wie Männer, müssen gesellschaftliche Strukturen und Bedingungen verändert werden. Es geht darum, Benachteiligungen abzubauen und stereotype Denkmuster aufzubrechen. Solche Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Sie brauchen Zeit. Auch hier leistet das FBZ mit seinen Beraterinnen wertvolle Arbeit.“

Warum benötigen Frauen auch im 21. Jahrhundert noch spezielle Maßnahmen zur Eingliederung am Arbeitsmarkt?

„Ob Einkommen, Job- oder Aufstiegschancen: Es ist eine Tatsache, dass Frauen am Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt sind. Nach wie vor besteht zwischen Männern und Frauen keine Chancengleichheit. Ein paar Beispiele: Zwar haben Frauen im Bereich der Bildung die Männer bereits überholt, jedoch erschwert ein traditionelles Berufswahlverhalten ihre Karrieremöglichkeiten. Im Schnitt arbeiten mehr als acht von zehn unselbstständig beschäftigten Kärntnerinnen in einem Dienstleistungsberuf. Fast jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit. Das liegt auch daran, dass die Kinderbetreuung oder Pflege zu einem großen Teil noch immer Frauensache sind. Das heißt, die Bemühung um eine geschlechtergerechte Verteilung von Arbeit und Geld bleibt eine Herausforderung. Und es bedarf hier noch der Anstrengung von vielen Seiten, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen.

Das AMS Kärnten setzt jedes Jahr mehr als die Hälfte des Budgets für weibliche Arbeitssuchende ein – um Frauen zu unterstützen, ihren Wiedereinstieg zu begünstigen, sie weiter zu qualifizieren oder ihnen Umschulungen zu ermöglichen. Ziel ist es, Frauen den gleichen Zugang zu allen Berufen und hierarchischen Ebenen zu gewährleisten, sodass sie ökonomische Unabhängigkeit erlangen und die Einkommensschere geschlossen wird.“

Welche Erwartungen haben Sie als Auftraggeber an die FBZ-Beraterinnen?

„Die FBZ unterstützen Frauen mit Informationen und Laufbahnberatung, wenn sie ihre beruflichen Chancen am Arbeitsmarkt verbessern möchten. Die Beraterinnen nehmen hierbei die Rolle von BegleiterInnen ein – Begleiterinnen auf dem Weg in den Job, sodass sie selbstbewusst ins Erwerbsleben (wieder-)einsteigen. Ich erwarte mir von den BeraterInnen, dass sie sich auch weiterhin mit so viel Energie und Enthusiasmus für ihre Kundinnen engagieren wie sie es bisher getan haben. Vor allem aber gratuliere ich ihnen zu fünf Jahren erfolgreicher Arbeit.“

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Dr.in Christine Perner-Buchacher

Koordinatorin Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Gender Mainstreaming
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„Die ungleiche Verteilung von Macht, Ressourcen und Einkommen schadet beiden Geschlechtern. Häufig wird in Entscheidungsprozessen der weibliche Standpunkt zu wenig berücksichtigt. Zur Vereinbarung von Berufs- und Privatleben sind Frauen gezwungen, außerhalb eingefahrener Strukturen zu denken und kreative Lösungen zu finden. Mit dem Frauenberufszentrum wollen wir beim AMS vorgemerkte Frauen unterstützen, ihr Berufsleben aktiv zu gestalten. Damit ergänzt das Frauenberufszentrum unser arbeitsmarktpolitisches Frauenprogramm – neben Angeboten für Wiedereinsteigerinnen nach der Familienarbeit und Frauen in Handwerk und Technik.
Das Frauenberufszentrum zielt auf die Höherqualifizierung von Frauen ab. Laufbahnperspektiven werden erarbeitet und die Vermittlungschancen unserer Kundinnen werden erhöht. Durch raschere Einbeziehung in die richtigen Bildungsangebote wollen wir aber auch qualifizierten Migrantinnen bessere Arbeitsplatzchancen bieten.“